Donnerstag, August 16, 2007
US-Teenager glänzt mit Salto im Rollstuhl
Der seit seiner Geburt querschnittgelähmte Teenager aus Las Vegas ist wohl der einzige Mensch weltweit, der diesen Trick beherrscht. Am kommenden Samstag wird er ihn erstmals auch in Deutschland vorführen: Der trickreiche US-Boy ist zu Gast beim "Rolliday" der Reifenmarke Schwalbe im bergischen Reichshof.
Aaron wurde mit Spina bifida geboren, einer Wirbelsäulenfehlbildung, die je nach Ausprägung zu verschieden starken Lähmungen führt. Seine Eltern gaben ihn wegen der Behinderung zur Adoption frei. Schon immer benutzte der Bursch einen Rollstuhl, obwohl er bis zu einer fehlgeschlagenen Operation in seinem neunten Lebensjahr auch noch mit Gehhilfen einige Schritte machen konnte.
Laut seiner Mutter Kaylene hat er seinen Rollstuhl aber schon immer gemocht und war schon früh ein ziemlich rasanter Fahrer. Als sein älterer Bruder Brian ihm dann eines Tages vorschlug, doch mal im örtlichen Skate-Park die Quarter-Pipe auszuprobieren, war der Funke gezündet. Aaron stellte sich als extrem talentiert heraus und trainiert seither täglich.
Das Video von seinem ersten Salto fand im Internet schnelle Verbreitung, und Aaron wurde mit "Hard Core Sitting" - der von ihm geschaffene Begriff ist mit "Extrem-Sitzen" nur unzureichend übersetzt - zur "Action-Sport-Ikone", wie ihn die US-Sportzeitschrift "ESPN Magazine" bezeichnete. Seither hat er den Salto schon unzählige Male wiederholt.
Zu Beginn dieses Jahres war er auf Einladung seines deutschen Sponsors Ralf Bohle GmbH, die unter dem Markennamen Schwalbe neben Fahrrad- auch Rollstuhlreifen herstellt, schon einmal in Deutschland und trat auch im Fernsehen als Gast des Talkers Stefan Raab auf. Den Salto konnte Aaron damals allerdings nicht vorführen, da es keine geeignete Rampe gab.
Nunmehr wird für den "Rolliday" auf dem Schwalbe-Werksgelände extra eine Bahn mit der erforderlichen Länge für ihn gebaut, auf der er gemeinsam mit dem deutschen Trick-Fahrrad-Profi Timo Pritzel seine Kunststücke zeigen wird. Für Aaron ist das nicht ungewöhnlich, denn bei Wettbewerben tritt er regelmäßig - und nicht ohne Erfolg - gegen BMX-Fahrer an.
Angst kennt er dabei nicht: "Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg", ist eher das Motto auf das er zurückgreift - jedoch leicht modifiziert: "Nun, für mich gilt: Wo ein Rad ist, ist auch ein Weg", meinte Aaron vor seiner Reise nach Deutschland. In seinem Stamm-Skate-Park ist der Junge übrigens als "Wheels" ("Räder") bekannt.
Sein lockerer Umgang mit seinem Handicap ist schon an dem Spruch zu erkennen, den er auf die Unterseite der Fußstütze seines vom Hersteller extra für ihn umgebauten Rollstuhls geschrieben hat: "Wenn Sie das hier lesen können, helfen Sie mir bitte auf."
Aaron lässt sich durch seine Behinderung nicht aufhalten, und sein Rat an Eltern von behinderten Kindern ist dann auch, ihre Sprösslinge nicht zu sehr zu beschützen und sie seine waghalsigen Übungen durchaus nachmachen zu lassen. "Chill out! Eure Kinder sitzen doch schon im Rollstuhl - was soll da schon noch passieren", sagt er augenzwinkernd: "Hauptsache sie tragen einen Helm." Denn auch Aaron schützt sich bei seinem Sport, und außer ein paar oberflächlichen Blessuren ist ihm noch nie ernsthaft etwas passiert: "Ich mag das Risiko - aber keine Verletzungen", sagt er.
Mittwoch, Februar 07, 2007
Rollstuhlfahren mal ganz anders
Rollstuhlfahren mal ganz anders
(fn/10.1.2007-16:40) Von Fabian Nitschmann
Gummersbach – Aaron Fotheringham hat seinen Rollstuhl zum Sportgerät gemacht - derzeit ist der junge Amerikaner auf Europa-Tournee und begeistert seine Zuschauer mit Saltos und Schrauben.
[Bilder: Mischa Peters --- Beim Fotoshooting präsentierte Aaron einige seiner Tricks auf dem Rollstuhl.]
Aaron Fotheringham aus Las Vegas ist seit seiner Geburt gehbehindert, doch das ließ ihn nicht verzweifeln. Während sein Bruder mit seinem BMX-Rad auf Rampen fuhr und tolle Stunts hinlegte, begann Aaron im Alter von neun Jahren, seinem Bruder mit dem Rollstuhl nachzueifern. Heute ist er 15 Jahre alt und legt mit seinem Rollstuhl einen Rückwärtssalto, einen so genannten "Backflip", hin. Nachmachen konnte ihm das bisher noch niemand.
Seit letzter Woche ist Aaron auf Europa-Tournee. Am Samstag startete er bei einem BMX-Contest in Prag, bei dem er den Konkurrenten auf den BMX-Rädern mit seinem Rollstuhl kräftig einheizte. Am kommenden Samstag nimmt er an einem ähnlichen Wettbewerb in Wuppertal teil. Zwischen den beiden Events wohnt Aaron mit seiner Mutter Kaylene im Victor's Residenz Hotel in Gummersbach. Von dort aus haben die beiden, begleitet von Freddy Pritzkau, Mitarbeiter bei Schwalbe und selbst Rollstuhl-Sportler, schon einige Ausflüge in die ungewohnte, weil hügelige, Umgebung unternommen.
Im persönlichen Gespräch erzählte Aaron, dass er sich sehr freuen würde, wenn noch andere Jugendliche das „Hardcore Sitting", wie er seine Sportart selber nennt, ausprobieren würden, und es irgendwann Wettkämpfe unter Rollstuhlfahrern geben würde. „In den Wettkämpfen mit BMX-Fahrern kann ich zwar Plätze auf dem Podium belegen, aber wenn ich gegen andere Rollstuhlfahrer antreten könnte, wäre das schon noch etwas anderes", so Aaron.
[Auch Steilkurven auf einem Rad sind für Aaron kein Problem.]
Sein Traum für die Zukunft ist daher, dass er seinen Sport professionell ausführen kann, wobei der finanzielle Aspekt nicht im Vordergrund steht. Ihm geht es hauptsächlich um den Spaß, den auch Kinder und Jugendliche mit Behinderung haben können. Er möchte Vorbild sein für das, was gehbehinderte Menschen alles leisten können. Eine Gehbehinderung sei kein Grund, zu verzweifeln, so Mutter Kaylene. „Aber wenn das nicht klappt, würde ich gerne Ingenieur werden, um meine Rollstühle selber weiterentwickeln zu können", erzählt Aaron und beweist damit, dass er den Rollstuhl kaum noch als lästig ansieht.
Auch die Firma Schwalbe wurde auf den jungen Aaron aufmerksam und lud ihn daraufhin ein, nach Europa zu kommen. Für Aaron wurden ein spezielle Rollstuhlreifen angefertigt, mit denen er, wie er selber sagt, „mehr Grip für die Stunts“ habe. Seine Mutter berichtet zudem von der größeren Stabilität der Pneus, die im Gegensatz zu vielen anderen Reifen auch bei schwerem Untergrund im amerikanischen „Desert“ noch nicht zu Bruch gegangen seien.
Zu Bruch gegangen ist, trotz all der wilden Aktionen beim „Hardcore-Sitting“, zum Glück auch bei Aaron selber noch nichts. Bis auf ein paar Schürfwunden, Prellungen und Stauchungen ist nichts Schlimmeres passiert. Deshalb hat auch Kaylene Fotheringham keine Angst um ihren Sohn: „Mit dem Rollstuhl kann im Prinzip nicht mehr passieren als auf dem Bike oder einem Skateboard auch. Er trägt ja schließlich auch einen Helm“.
Samstag, Februar 03, 2007
Aaron Fotheringham
Las Vegas, NV and Corona, CA (PRWEB) August 30, 2006 -- Aaron Fotheringham is one of a small, but growing group of elite wheelchair athletes. Aaron is a ‘wheelchair skateboarder’, or as he prefers to call himself, a ‘Hardcore Sitter’. Wheelchair skateboarders do with their wheelchairs, what other athletes do with their skateboards. They make spectacular leaps and jumps from amazing heights and try not to injure themselves in the process. But Aaron has accomplished feats in his wheelchair, which no person has ever done before. Last year, he astonished the community with a mid-air 180 degree turn. Then last month, at the age of 14, Aaron became the first person in history to do a back flip somersault in a wheelchair.
In a recent interview, Aaron discussed his record breaking backflip with Dr. Gene Emmer of NewDisability.Com. Aaron told NewDisability that it took about 50 or 60 jumps into cushions, before he attempted a jump onto a ramp. Then after another 15 further attempts, sometimes resulting in getting knocked out, he managed to make a successful landing. Since then he has accomplished about 20 to 25 successful backflips.
Aaron’s jumps have been costly. He has broken his elbow and gotten more than a few bumps and bruises, as can be seen in a video on the Colours Wheelchair Website which documents some of his extreme wheelchair tricks.
John Box, of Colours Wheelchairs, Aaron’s sponsor, said, "Everyone at Colours is proud of Aaron. We are his biggest fans. Aaron works very hard to be the best. We are working closely with Aaron to further develop the Boing! suspension wheelchair so Aaron can keep pushing the limits."
When asked about the many hours of practice Aaron responded "I don’t think of it as practice, I think of it as a fun way to live my life." See the full interview with Aaron Fotheringham on the NewDisability.Com Website
story taken from http://www.prweb.com